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Bonner Friedensappell

  

Bonn: Stadt des Friedens oder Stadt des Militärs?
Kein internationales Militär-Hauptquartier in Bonn, in Ulm und anderswo – Hier können Sie unterzeichnen!

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„Könnte die Nato schnell genug auf einen Angriff Russlands reagieren?“ So beginnt ein Artikel des Bonner Generalanzeigers vom 8. Februar 2018, in dem es heißt: „Im Zuge der Aufrüstung der Nato gegen Russland soll die Bundeswehr ein neues Kommandozentrum für schnelle Truppen- und Materialtransporte aufbauen.“ Bonn gilt als ein Favorit für dieses Hauptquartier, das nicht nur für die Nato sondern auch außerhalb des Bündnisses genutzt werden soll. [Am 20.03.2018 berichteten die Medien, dass das Hauptquartier voraussichtlich nicht nach Bonn, sondern nach Ulm kommt.]

„Meinst du, die Russen wollen Krieg?“
Antikriegsgedicht von Jewgeni Jewtuschenko, 1961

Zahlreiche Regierungsvertreter und Staatschefs der Nato-Staaten, auch der USA, bekräftigten 1990 im Zuge der Vereinigung Deutschlands, dass die Nato „keinen Zoll nach Osten“ erweitert wird, um die Sicherheitsinteressen der damaligen Sowjetunion nicht zu beeinträchtigen. Tatsächlich hat die Nato in den Jahren 1999, 2004, 2009 und 2017 insgesamt 13 osteuropäische Staaten integriert und führt inzwischen regelmäßig Militärmanöver an der russischen Grenze durch. Die Kriege von Nato-Staaten bspw. im Irak, Afghanistan, Libyen und Syrien wurden und werden auch mit Unterstützung dieser Staaten geführt. Vor diesem Hintergrund sind die Auseinandersetzungen in der Ukraine und die Übernahme der Krim durch Russland nur ein Vorwand für die fortgesetzte Aufrüstung der Nato-Staaten. Doch statt Aufrüstung brauchen wir Zusammenarbeit und Verständigung, insbesondere auch mit Russland!

Militärstadt Bonn?

Bonn und seine Umgebung sind bereits heute Standort zahlreicher militärischer Einrichtungen, eine Auswahl: Streitkräftebasis, Streitkräfteamt, das nationale Cyber-Zentrum, der Luftwaffenstützpunkt Wahn und zahlreiche weitere Bundeswehreinrichtungen. Außerdem finanziert die Bundeswehr die Kissinger-Professur für Völkerrecht an der Uni Bonn, benannt nach einem ehemaligen US-Außenminister, gegen den bis heute schwere Anschuldigungen wegen Kriegsverbrechen in Vietnam erhoben werden. Ergänzt wird dies durch regelmäßige Werbeshows wie dem „Tag der Bundeswehr“ auf dem Marktplatz, dem Adventskonzert des Bundeswehr-Musikkorps in der Kreuzkirche und Prozessen und Verurteilungen von Friedensaktivisten am Amtsgericht Bonn.

Friedensstadt Bonn?

Gleichzeitig profiliert sich Bonn seit 1996 als deutsche Stadt der Vereinten Nationen. Über 20 UNO-Organisationen mit rund 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern arbeiten in Bonn. Damit sollten die Ziele der UN-Charta für Bonn von besonderer Bedeutung sein, „den Weltfrieden und die internationale Sicherheit zu wahren (…) und internationale Streitigkeiten (…) durch friedliche Mittel nach den Grundsätzen der Gerechtigkeit und des Völkerrechts zu bereinigen oder beizulegen“. Darüber hinaus unterstützt Bonn durch Beschluss des Rats von 2009 die Mayors for Peace (Bürgermeister für den Frieden).

Wir wollen, dass Bonn eine Stadt des Friedens ist!

Bonn braucht kein Kommandozentrum, in dem Nato- und andere militärische Truppenaufmärsche geplant und optimiert werden. Von Bonn aus sollen Straßen und Brücken nicht panzertauglich gemacht werden. Stattdessen wollen wir Brücken des Friedens! Wir wollen kein weiteres militärisches Hauptquartier, weder in Bonn noch in Ulm noch anderswo. Denn Aufrüstung führt zu Krieg!

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